Unterwegs auf Jakobswegen in Deutschland

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Start ...auf dem Mosel-Camino
...auf dem Mosel-Camino

Von Klüsserath nach Trier (6. Juli 2010)

Um kurz nach 8.00 Uhr gehe ich zum Frühstück. Ich esse zwei Brötchen und einen Joghurt. Nachdem ich meine beiden Wasserflaschen aufgefüllt und den Rucksack gepackt habe, bezahle ich und mache mich auf den Weg. Es geht natürlich zunächst wieder einmal bergauf, entlang eines Kreuzweges bis zu einer Marienkapelle. Von hier hat man zudem einen tollen Ausblick auf Klüsserath und die Weinlage „Bruderschaft“. Direkt danach folgt ein sehr steiles Stück, das den ersten Schweiß laufen lässt. Ich umrunde nun zwei Täler, mit den üblichen Höhenunterschieden. Wenig später passiere ich das Zitronenkrämerkreuz. Hier soll im Jahre 1687 ein Händler einen gewaltsamen Tod erlitten haben. Nun geht es etwas von der Mosel weg, die Weinberge werden von Getreidefeldern abgelöst. Auf dem Hummelsberg treffe ich auf das Landwehrkreuz, das von einer Schafherde umringt ist. Durch den Wald geht es nun beständig ergab. Zwischen den Bäumen lugt hin und wieder schon mal die Autobahn A1 in Richtung Saarbrücken durch.

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Von Traben-Trabach nach Klüsserath (5. Juli 2010)

Heute heißt es mal wieder sehr früh aufstehen. Der Wecker wirft mich um 6.00 Uhr aus dem Bett. Ich habe mir für die nächsten vier Tage ein Mammut-Programm vorgenommen, dass man so eigentlich nicht machen sollte. Geplant sind die letzten vier Etappen des Mosel-Camino, die ich allerdings in zwei Tagen bewältigen möchte. Im Anschluss daran sollen noch die ersten drei Etappen auf dem Jakobsweg Trier - Vézelay folgen, wiederum in zwei Tagen. Ich möchte mal versuchen, an meine Grenzen zu gehen, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen. Nach einem gemeinsamen Frühstück mit der Familie mach ich mich mit einem 11 Kilo schweren Rucksack auf den Weg zum Bahnhof. Allerdings sind darin auch drei Liter Wasser enthalten, da ich nicht abschätzen kann, wie die Temperaturen sein werden und vor allem, wo ich nachtanken kann. Um 7.22 Uhr setzt sich mein Zug in Richtung Mosel in Bewegung. In Bullay muss ich umsteigen und fahre wenige Minuten später weiter nach Traben-Trarbach.

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Von Bullay nach Traben-Trabach (14. Dezember 2009)

Zum Ende des Jahres will ich unbedingt noch eine Etappe auf dem Mosel-Camino gehen. Dienstliche und auch private Termine haben meine Pläne immer weiter nach hinten geschoben, doch heute ist es endlich soweit. Am vergangenen Wochenende sind die Temperaturen stark gesunken, sodass ich wohl oder übel heute mit deutlich extremeren Verhältnissen rechne, wie bei meinen bisherigen Pilgertagen. Das hat allerdings auch etwas Gutes, ich habe die Möglichkeit, einmal verschiedene Bekleidungsstücke bei kalten Temperaturen zu testen. Bevor es losgeht, gibt es Frühstück mit der ganzen Familie. Die üblichen zwei Kilometer bis zum Bahnhof sind für mich inzwischen Routine. Ich erstehe meine Fahrkarte und begebe mich auf den Bahnsteig, wo schon unzählige Schüler auf den gleichen Zug wie ich warten. Um 7.40 Uhr geht es endlich los. Ich bin noch etwas schläfrig und schließe die Augen.

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Von Treis-Karden nach Bullay (28. September 2009)

Eine weitere Etappe auf dem Mosel-Camino steht heute an. Einen der letzten richtig schönen früh-herbstlichen Tage möchte ich ausnutzen, nach zwei Teilabschnitten auf dem Eifel-Camino nun wieder an der Mosel entlang zu pilgern. Wie immer muss ich dazu früh aufstehen und zum Bahnhof laufen. Mein Zug fährt um 7.22 Uhr in Richtung Treis-Karden, wo ich kurz vor acht Uhr eintreffe. Insgeheim hoffe ich, hier einen schönen Stempel zu erhalten, aber dafür ist es wohl doch noch zu früh. Ich beginne meinen Weg an der ehemaligen Stiftskirche St. Castor im Ortsteil Karden. Die Bau der Kirche begann im ausgehenden 12. Jahrhundert und wurde rund einhundert Jahre später vollendet. Ich laufe entlang dem ausgeschilderten Weg durch den Ort, der nach wenigen Schritten in Richtung Moselufer abzweigt. Dabei passiere ich die evangelische St Georg-Kapelle sowie eine lebensgroße Kreuzigungsgruppe.

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Von Alken nach Treis-Karden (31. Juli 2009)

Zum Abschluss meines Urlaubes sollte eine weitere Etappe auf dem Mosel-Camino absolviert werden. Christian hatte vor ein paar Tagen ein Paar neue Outdoorschuhe bekommen, die er baldmöglichst austesten wollte. Heute lassen wir es im Vergleich zu den bisherigen Etappen sehr spät werden, bevor wir, wie fast immer, die ersten rund 2,5 Kilometer von unserer Wohnung bis zum Koblenzer Hauptbahnhof zu Fuß bewältigen. Es ist bereits kurz vor neun Uhr, unser Zug nach Löf an der Mosel fährt um 9:26 Uhr ab. Leider hat die Deutsche Bahn hinter einer Diesellok nur einen doppelstöckigen Wagen angehängt. Oben ist nur für 1. Klasse-Passagiere reserviert und unten sind die sehr wenigen freien Plätze schnell belegt oder durch Fahrräder nicht nutzbar. Neben uns erzählt ein Mann einem älteren Paar aus Österreich einiges über seine Heimatstadt Kobern-Gondorf und die Mosel. Pünktlich erreichen wir eine gute halbe Stunde später den Bahnhof in Löf, der sich eher wie eine Haltestelle darstellt.

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Von Lahnstein nach Alken (20. Juli 2009)

Christian und ich beginnen nach dem Abschluss des Lahn-Camino direkt an der Hospitalkapelle in Oberlahnstein den nächsten Weg: den Mosel-Camino. Ich habe vor, auch diesen Weg nach dem Pilgerwanderführer von Ka-Jo Schäfer und Wolfgang Welter zu gehen. Danach beginnt der Weg zwar in Stolzenfels, da wir aber schon in Lahnstein sind, starten wir auch hier. Wir nutzen gleichzeitig die Gelegenheit, für unsere Mittagsmahlzeit zu sorgen. Christian hat sich ein halbes Hähnchen gewünscht, das soll er auch bekommen, denn er marschiert frohgelaunt mit und hat immer einen Witz auf Lager. Ich hatte schon Befürchtungen, dass er irgendwann vor mit steht und sagt: "Ich habe keine Lust mehr." Aber diesen Satz habe ich bei unserem nunmehr dritten gemeinsamen Pilgertag noch nicht gehört.

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