Unterwegs auf Jakobswegen in Deutschland

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Start ...auf dem Jakobsweg Rheinhessen
...auf dem Jakobsweg Rheinhessen

Von Bingen nach Worms (9. - 12. Mai 2011)

Wir treffen uns am Montagmorgen vor der Dienststelle der evangelischen Militärseelsorge Koblenz. Wir, das sind Michael und ich sowie unser Militärdekan Karsten und sein Pfarrhelfer Holger. Es ist fast 8:30 Uhr, gleich fährt uns Karsten nach Mainz zum dortigen evangelischen Militärpfarramt, Holger wird erst morgen dazukommen. Charly, einen weiteren Teilnehmer aus Koblenz, treffen wir erst in der Landeshauptstadt. Heute beginnt unsere diesjährige Pilgerauszeit. Es ist vorgesehen, auf dem Jakobsweg Rheinhessen von Bingen nach Worms zu pilgern. Der Weg ist mir aus dem letzten Jahr bekannt, wir werden aber eine Alternativroute gehen. Eine gute Stunde später erreichen wir Mainz und werden dort bereits erwartet. Hier lernen wir unsere Mitpilger kennen, Joachim, Ralf, Michael und Jörg, dazu kommen noch Militärpfarrer Alexander und sein Pfarrhelfer Jörg (B.). Die meisten kennen sich bereits aus den Vorjahren. Zum Beginn der viertägigen Pilgerwanderung setzen wir uns mit den anderen Teilnehmern zusammen und genießen Kaffee und belegte Brötchen. Nachdem alle satt sind, ergreift Karsten mit ein paar einstimmenden Gedanken das Wort. Er beschreibt ein Bild von Jesus, dem guten Hirten, der sich fürsorglich um seine ihm anvertrauten Schafe kümmert und auch uns auf unserem Weg nicht im Stich lässt. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Lied. Dann heißt es, das Gepäck sowie mitzunehmende Verpflegung und Getränke für unterwegs zu verladen.

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Von Dittelsheim-Heßloch nach Worms (22. Oktober 2010)

Heute müssen wir etwas früher aufstehen, damit wir den Bus nach Dittelsheim erreichen. So sind wir auch fast die ersten, die sich auf das Frühstücksbüffet stürzen wollen. Auch hier in der Jugendherberge in Worms bekommen wir eine gute Auswahl serviert. Anschließend verpacken wir unsere Sachen und bringen alles zum Auto, das wir gestern in einem Parkhaus abstellen mussten. Die mitten in der Stadt gelegene Herberge hat nur eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen. Es war im Vorfeld nicht ganz einfach gewesen für eine Nacht eine Unterkunft zu bekommen, dazu noch zu einem einigermaßen vertretbaren Preis. Da fehlt es hier noch deutlich an besonderen Angeboten für Pilger. Also nutzen wir die umliegenden Jugendherbergen mit dem Nachteil, dass wir zwischen den Etappenorten mit Auto, Bahn und Bus pendeln müssen. Vom Parkhaus laufen wir cirka fünfzehn Minuten mit unseren Rücksäcken bis zum Bahnhof. Dort haben wir jetzt doch noch viel Zeit bis zur Abfahrt. Wir nutzen diesen Umstand aus, um in einem Supermarkt noch etwas Verpflegung für unterwegs zu besorgen.

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Von Wörrstadt nach Dittelsheim-Heßloch (21. Oktober 2010)

Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück fahren wir gegen 8.30 Uhr von Bad Kreuznach nach Alzey. Dort stellen wir das Auto auf einem Park and Ride-Platz ab, das kostet heute nur 1,50 Euro für den Tag. Mit dem Zug fahren wir nach Wörrstadt und beginnen dort unsere nächste Etappe. Allerdings füllen wir im nahe gelegenen Supermarkt ein paar Vorräte auf, bevor wir dem markierten Weg ins Zentrum folgen. Dabei laufen wir unter anderem am Schmiedbrunnen vorbei und gelangen in die Pariser Straße. Hier müssen wir vom Weg abweichen und anstatt nach rechts zunächst nach links. Dort erreichen nach ein paar Minuten zunächst die evangelische und direkt daneben die katholische Pfarrkirche, beide sind natürlich verschlossen. Am katholischen Pfarrhaus befindet sich direkt an einem Schaukasten ein Behälter für den Pilgerstempel. Leider hat man sich hier keine Mühe gemacht und nur einen Stempel, aus zwei Zeilen Text bestehend, hinterlegt.

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Von Appenheim nach Wörrstadt (20. Oktober 2010)

Gegen fünf Uhr werde ich durch einen starken Regenschauer wach, kurz darauf auch meine Frau Susanne. Wir wollen heute mit unserem Sohn Christian für drei Tage auf dem Jakobsweg Rheinhessen pilgern. So tolles Wetter ist nicht angekündigt, und so machen wir uns schon mal Gedanken für eine Alternative. Bis wir dann aber um 7.30 Uhr unser Gepäck im Auto verstaut haben und von zu Hause losfahren, nieselt es nur noch. Wir erreichen problemlos unseren Startort Bingen und stellen in der Nähe des Bahnhofes unser Auto ab. Der Parkplatz kostet uns für den ganzen Tag nur drei Euro. Um 8.58 Uhr fährt unser Zug, der uns bis nach Gau-Algesheim bringt Dort müssen wir eine halbe Stunde warten, bis der Bus nach Appenheim an der Haltestelle auftaucht. In Appenheim haben wir am 2. Mai unser erstes Teilstück in Rheinhessen anlässlich des Pilgerfestes beendet. Hier steigen wir heute wieder ein.

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Von Bingen nach Appenheim (2. Mai 2010)

Das Wetter soll nicht besonders gut werden, vereinzelt Schauer mit Gewitter ist angekündigt worden. Trotzdem haben wir mit der ganzen Familie geplant, anlässlich des Pilgerfestes am Jakobsweg Rheinhessen ab Bingen eine kurze Etappe zu pilgern. So machen wir uns auch erst gegen zehn Uhr auf den Weg, es sind rund fünfundsiebzig Kilometer bis Bingen, zum Glück fast nur Autobahn. Eine gute dreiviertel Stunde später parken wir unser Auto auf einem großen Parkplatz an der Nahe. Von da sind es nur wenige hundert Meter bis zur Tourist-Info. Dort besorge ich für uns drei jeweils einen Pilgerausweis, den ersten Stempel erhalten wir sofort. Leider ist der Pilgerausweis auf glänzendes Papier gedruckt und die Stempel verschmieren oder hinterlassen auf der gegenüberliegenden Seite einen seitenverkehrten Abdruck. Bei den nächsten Stempelstellen werde ich zum Schutz ein Stück Papier dazwischen legen. Um den Wegverlauf schon im Vorfeld kennen zu lernen, habe ich mir schon vor einiger Zeit den Pilgerführer von Dr. Christine Halfmann besorgt.

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