Unterwegs auf Jakobswegen in Deutschland

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Start ...auf dem Eifel-Camino
...auf dem Eifel-Camino

Von Wittlich nach Klüsserath (24. Juli 2011)

Meine Familie fährt heute, am Vortag des Jakobusfestes, für ein paar Tage nach München. Ich nutze daher den Tag, um letzte Recherchen für den Pilgerführer für den Eifel-Camino  zu erledigen. Die Wegführung von Wittlich bis nach Klausen ist nämlich noch keiner aus dem Autorenteam selbst gelaufen. Die Beschreibung dieses Abschnittes erfolgte bisher nur auf der Grundlage von Kartenmaterial. Ich muss sehr früh aufstehen, um 6.22 Uhr fährt bereits der Zug nach Wittlich. Es regnet draußen, zwar nur leicht, aber beständig. Ich entscheide mich deshalb für einen Stockschirm anstelle meines Pilgerstabes als Begleiter. So erreiche ich einigermaßen trocken den Bahnhof, wo die Regionalbahn bereits wartet. Weil bei jedem Ort mit Bahnhof angehalten wird, dauert die Fahrt sehr lange. In Wittlich muss ich noch einige Minuten auf den Bus warten, der mich ins Stadtzentrum bringt. Vom Busbahnhof gehe ich direkt zur Markus-Kirche, wo ich starten werde.

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Von Lutzerath nach Wittlich (15. März 2011)

Nach einem langen Winter und einer wegen Krankheit nicht durchgeführten Zwei-Tages-Tour am Rhein ist heute wieder der eingerostete Bewegungsapparat gefordert. Eigentlich wäre ich gerne am kommenden Wochenende mit der St.-Matthias-Bruderschaft Mayen auf den Eifel-Camino gezogen, aber aufgrund einer Familienfeier ist das nicht möglich. Also heißt es, sehr früh aus dem Bett zu fallen, den kleinen Rucksack aufschnallen und zum Bahnhof zu gehen. Von dort fahre ich um kurz nach sechs Uhr mit dem Zug nach Cochem und steige dort in einen Bus ein, der mich nach Büchel bringen soll. Ich bin um diese Zeit der einzige Fahrgast. Als sich der Bus in Höhen schnauft und wir die dicken Nebelschwaden durchbrechen, geht die Sonne in einem farbenprächtigen Szenario auf. Der Tag könnte also schön werden, angekündigt sind Temperaturen bis zu achtzehn Grad. In Büchel verlasse ich den Bus, gleichzeitig steigen unzählige Schulkinder ein. Ich schaue mir zur Sicherheit den Fahrplan an, in gut zehn Minuten kommt mein Anschlussbus, der mich nach Lutzerath bringen wird. Zum Glück bemerke ich, dass sich die Nummerierung des Busses geändert hat und nun die Zahl trägt, die auch mein nächstes Transportmittel ihr eigen nennen sollte. Ich frage eine an der Haltestelle stehenden Vater nach dem Ziel des Busses. Dieser versichert mir sehr glaubhaft, dass die Kinder nach Lutzerath gebracht werden. Also steige ich kurzerhand wieder ein und finde auch noch ein Plätzchen. Das geht ja noch einmal gut.

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Von Maria Martental nach Lutzerath (10. Oktober 2010)

In der Nacht habe ich nicht gut geschlafen. Ich habe mich oft gedreht und bin dabei auch mehrfach wach geworden. Das passiert mir hin und wieder, wenn für den folgenden Tag etwas Besonderes geplant ist. Heute werden wir mit der ganzen Familie am fünften Pilgertag der Matthias-Bruderschaft Mayen teilnehmen, der uns auf dem Eifel-Camino von Maria Martental nach Lutzerath führen wird. Wir brauchen aber nicht so sehr früh aufzustehen, da sich die Pilger erst um 9:30 Uhr am Startort treffen. Bis dahin benötigen wir wahrscheinlich eine gute dreiviertel Stunde. Ich besorge noch frische Brötchen für die Rucksackverpflegung, sodass wir uns nach einem guten Frühstück auf den Weg machen. Nach der geplanten Fahrzeit erreichen wir die in einem tief eingeschnittenen Tal liegende Wallfahrtkirche und stellen unser Auto auf dem nahe liegenden Waldparkplatz ab. Dort sind bereits unzählige andere Fahrzeuge abgestellt. Die Kennzeichen verraten, dass heute wiederum viele Pilger aus Nah und Fern dabei sind.

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Von Monreal nach Maria Martental (21. März 2010)

Nun stehe ich in dieser Woche bereits zum zweiten Mal früh auf, um einen Abschnitt auf einem Jakobsweg zu gehen. Für den heutigen Tage hat die St. Matthias-Bruderschaft Mayen zu ihrem inzwischen vierten Pilgertag auf dem Eifel-Camino eingeladen, und heute ist neben meinem schon pilgererfahrenen Sohn Christian auch meine Frau Susanne dabei. In der Nacht hat es fürchterlich geregnet und die Aussichten für den Tag sind auch nicht die rosigsten. Gestern habe ich schon eine große Tüte Brötchen gekauft, die ich am Frühstückstisch mit Wurst und Käse belege und dann in meinem Rucksack verstaue. Um kurz nach acht Uhr sitzen wir im Auto und fahren zum Ausgangspunkt Monreal. Kurz hinter Koblenz beginnt es zu regnen, doch als wir auf die Autobahn in Richtung Mayen einbiegen, strahlt uns aus Wolkenspalten blauer Himmel und Sonnenschein entgegen. Gut zwanzig Minuten später fahren wir auf den Parkplatz des Bahnhofes in Monreal, der schon gut gefüllt ist. Unzählige Pilger mit Rücksäcken, Regenjacken und -schirmen bevölkern den Platz, und immer noch kommen weitere Autos dazu. Ich besorge für Susanne noch einen Pilgerausweis und lasse direkt einen Stempelabdruck hinein machen.

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Von Mendig nach Monreal (20. September 2009)

Für Christian und mich heißt es heute früh aufzustehen. Bereits um 6.15 Uhr müssen wir aus dem Bett und nehmen unser Frühstück zu uns. Unsere Ausrüstung haben wir bereits am gestrigen Abend gepackt, damit es heute nicht noch früher wird. Kurz nach sieben Uhr sitzen wir schon im Auto und steuern auf Mendig zu. Hier startet heute der dritte Pilgertag, veranstaltet von der St. Matthias-Bruderschaft Mayen. Es ist vorgesehen, den Eifel-Camino von der Mendiger St. Cyriakus-Kirche nach Monreal zu pilgern. Wir sind so rechtzeitig da, dass wir noch einen der vielen freien Parkplätze direkt an der Kirche erhalten. Nur einige Minuten später wimmelt es nur so von Leuten mit Rücksäcken, Wanderstiefeln und Trekking-Stöcken auf dem Kirchplatz. Christian und ich gehören zu den wenigen, denen man den Pilger auch äußerlich ansieht. Einige haben an Hut oder Rucksack in irgendeiner Form eine Jakobsmuschel angebracht, aber außer uns beiden hat keiner einen Pilgerstab dabei. Natürlich sind das nur Äußerlichkeiten, die nichts über die persönliche Einstellung aussagen.

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